Die Sache mit dem Älter werden und mein Pseudonym im Internet

Sep 12th, 2008 | By Janine | Category: Twitter

Mit Pseudonymen im Internet ist es so eine Sache. Kreativ sollen sie sein, sympathisch, lustig, je nach Einsatzort auch noch sexy, oder phantasieanregend. Manchmal hingegen auch ernst und seriös. Oder Themenspezifisch Rock´n Roll und besonders cool. Von Kuschelmaus bis Blondes Luder, von Einsteins Enkel bis hin zu Mister 22 cm, in der aktuellen Traumpartnerstudie von Lycos wurden 14.000 Singles nach ihrem Lieblingsnutzernamen im Netz gefragt.

Die Findung meines eigenen Nutzernamens – zum Beispiel bei Twitter oder bei Last.fm – ist von dererlei interessanter Erkenntnisse nicht beeinflusst worden. Er beruht auf die minimalen Essenz meiner selbst. Meinem Vornamen in Kombination mit meinem Geburtsjahrgang. Schlicht, puristisch, glaubwürdig. Zugegeben nicht kreativ und leider nur in einem Teil interpretierbar. Dem Vorderen. Janine. Der zweite Teil, ist der hart fact Teil. 1974. Eindeutig eine Jahreszahl und Stand heute 34 Jahre her (genauergesagt noch 33 und eine dreistellige Zahl an Tagen). Nichts zu deuten, nichts zu hoffen, nichts zu phantasieren.

Gestern traf ich auf dem Eco Kongress einen jungen, ambitionierten und durchaus gutaussehenden Gründer eines Start ups. Nebenberuf Surflehrer, braun gebrand und ohne hier ins Schwärmen zu kommen – durchaus lecker. Wir standen gemeinsam in der Sonne, tranken Orangensaft. lachten, tauschten Visitenkarten aus, unterhielten uns über dies und das. Und kamen auf Twitter zu sprechen. Ich fragte ihn nach seinem Nutzernamen. Er sagte Surfpunk1977. Und du? Ich? Kriegte einen Schock, wünschte in dem O-Saft wäre Campari gewesen. Janine1974.

Ich werde in Würde altern. Aber das erst später. Ab heute erst mal ein neuer Nickname. Fast so wie der alte. Nur jetzt auch noch mit einem Hauch Keativität. Janine1984.

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