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	<title>Mediengeschwister</title>
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	<description>Die ganze Welt der Medien in einem Blog.</description>
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		<title>Twitter Spammer als PR Kampagne?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 21:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[Spammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Microblogging Dienst Twitter wird zur Zeit, so lesen wir es in den Medien, von Spammern heimgesucht. Twitter, laut Angaben des Unternehmens von Weltweit drei Millionen Menschen genutzt, ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Die Userzahl dürfte sich hier im vierstelligen Bereich befinden. Beliebt ist der Dienst, bei dem es darum geht, in 140 Zeichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-69" title="Birds on powerline" src="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2009/01/Birds-on-powerline-300x225.jpg" alt="Birds on powerline" width="300" height="225" />Der Microblogging Dienst <a href="http://twitter.com">Twitter</a> wird zur Zeit, so lesen wir es in den <a href="http://www.heise.de/newsticker/Phishing-Angriff-auf-Twitter-Anwender--/meldung/121139">Medien</a>, von Spammern heimgesucht. Twitter, laut Angaben des Unternehmens von Weltweit drei Millionen Menschen genutzt, ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Die Userzahl dürfte sich hier im vierstelligen Bereich befinden.</strong> Beliebt ist der Dienst, bei dem es darum geht, in 140 Zeichen zu schreiben, was man gerade tut, hier zu Lande vor allem bei Bloggern, Medienvertretern und (seit neustem) auch bei Politikern aller Parteien. So zählen Top Blogger wie <a href="http://twitter.com/RobGreen">Robert Basic</a>, und <a href="http://twitter.com/spreeblick">Jonny Häusler</a>, aber auch klassische Medien wie <a href="http://twitter.com/heiseonline">Heise online</a>, der <a href="http://twitter.com/SPIEGEL_alles">Spiegel</a> und sogar die <a href="http://twitter.com/LN_Online">Lübecker Nachrichten</a> zu den Nutzern. Die Volksparteien CDU, SPD, die Grünen und die FDP, sie alle nutzen, auch mit Blick auf den erfolgreichen US Wahlkampf von <a href="http://twitter.com/BarackObama">Barack Obama </a>, Twitter zur Verkündung ihrer Botschaften. Eine Zielgruppe, die durch herkömmliche Pressearbeit selten zu erreichen ist. <span id="more-24"></span></p>
<p>Eine gute und erfolgreiche PR-Kampagne richtet sich schlicht und einfach nach zwei Dingen: der Zielgruppe, die es zu erreichen gilt, und der glaubwürdigen Positionierung des Produktes. Wie könnte man ein Produkt, deren heutige Nutzergruppe vornehmlich aus Meinungsbildern im Internet besteht, und das sich weder durch technische Brillianz noch durch Zuverlässigkeit auszeichnet durch eine gesteuerte Kampagne sinnvoll in die Öffentlichkeit bringen? <a href="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2009/01/twitterwhaleug8.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-25" title="Der Twitter Wahle" src="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2009/01/twitterwhaleug8.jpg" alt="Technische Schwierigkeiten - die Twitter Nutzer kennen dieses Bild gut" /></a></p>
<p>Eine klassische Kommunikationskampagene, auch wenn sie noch so gut und teuer wäre, halte ich für den falschen Weg. Twitter ist kein Kommerz, Twitter zeichnet sich wie beschrieben nicht durch die technische Brillianz des Produktes aus, es gibt heute Dienste wie <a href="http://identi.ca/">identi.ca</a>, die wesentlich zuverlässiger sind, aber Twitter hat etwas, was stärker ist als Zuverlässigkeit: Twitter bietet, worauf Kampagnen herkömmlicherweise jahrelang hinarbeiten: Glaubwürdigkeit. Die Nutzer lieben den Dienst eben nicht, wegen der 100prozentigen Verfügbarkeit (die nicht gegeben ist) sondern gerade wegen der Macken: down Zeiten, plötzlich verschwundenen Follower, eine sich ständig von Geisterhand verändernden Zahl der Direct Messages.</p>
<p>Twitter bietet Glaubwürdigkeit durch Identifikation: liebenswert, individuell, und immer ein bisschen kaputt. Nie perfekt. Passend zu der Zielgruppe, passend zu dem Inhalt auf die Frage: What are you doing? Wer tut schon ständig perfektes? Wer zeigt in 140 Zeichen Zuverlässigkeit?</p>
<p>Die Spammer gefährden in keinster Weise die Glaubwürdigkeit von Twitter. Der Dienst hat nie mit Datenschutz, Sicherheit und Kontrolle geworben. Im Gegenteil. Jeder der Twitter nutzt, gibt damit wissentlich und willentlich seine Privatsphäre in 140 Zeichen auf. Er sagt für jeden sichtbar, was er gerade tut oder denkt. Wer mitmachen möchte, muss sich nicht ausweisen, jeder kann sich (noch) als <a href="http://twitter.com/billclinton">Bill Clinton</a>, <a href="http://twitter.com/Borat">Borat</a> registrieren. Nutzernamen sind frei wählbar, überprüft wird nicht. Die Tweets werden bei Google als normale Suchergebnisse gezeigt, sind also so auch problemlos für nicht Nutzer sichtbar.</p>
<p>Die Spammer, über die aktuell in den Medien berichtet wird, treffen den Microblogging-Dienst also nicht in seinen Werten. Spammer, die andere Online-Serviceanbieter extrem schädigen können, werden die Nutzer nicht vertreiben. Ein falscher Britney Spears Post, ein gefälschter Obama Aufruf zu einer Umfrage, all das amüsiert die Twittergemeinschaft eher, als das es sie wirklich dazu bringt ihr Profil zu löschen. Das die Medien dieses Thema aufgreifen, schadet also der heutigen Zielgruppe nicht.</p>
<p>Allerdings bringt das Massentaugliche Problem &#8220;Spam&#8221; den Nischendienst Twitter in die Berichterstattung. Selbst <a href="http://www.bild.de/BILD/digital/technikwelt/2009/01/06/twitter-konten-gehackt/auch-spears-und-obama-betroffen.html">Bild Online</a> widmete sich heute diesem Thema. Ein Dienst mit gerade mal vierstelliger Nutzerzahl, kommt so in den Genuss weiträumiger redaktioneller Berichterstattung und damit steigender Bekanntheit.</p>
<p>Dazu wurden, den Spammern sei Dank, nicht irgendwelche Accounts gehackt, sondern die der bekanntesten Pop Sängerin der Welt &#8211; Britney Spears &#8211; und der des zukünftigen US-Präsidenten &#8211; Barack Obama. Diese Prominenten werden nun der Öffentlichkeit als Twitter Nutzer vorgestellt und damit zum Testimonial für den Dienst. Unbezahlt. Spears und Obama sind jetzt das, was George Clooney für Nespresso ist, mit dem Unterschied, das dieser dafür mit einigen Euros bezahlt wurde, was der Öffentlichkeit weitgehend bekannt sein dürfte. Die Twitterer Obama und Spears bekommen keinen Cent dafür, hier als Nutzer des Services genannt zu werden. Damit haben sie einen erhöhten Glaubwürdigkeitsbonus. Der klassische Unterschied zwischen Marketing und PR. Hätte Twitter die beiden Prominenten dafür bezahlt, als Aushängeschild zu werben, wäre diese Glaubwürdigkeit dahin gewesen. Eine kommerzielle Kampagne passt nicht zu dem Microbloggingservice, der sich auch durch seine Pannen und den eigens dafür designten Wal auszeichnet. Diese Spam Attacke und die darauf folgende Berichterstattung ist also ein Segen für die Bekanntheit von Twitter.</p>
<p>Es gibt Online Dienste, die sind sicherer als Twitter, die sind technisch weiter, perfekter, professioneller. Twitter ist das nicht. Twitter ist das, was man selber sein möchte. Twitter ist kaputt, authentisch, liebenswert:<br />
Cem Basman hatte im August genug von Twitter. Mit <a href="http://twitter.com/CemB/statuses/890435819">seinem letzten Tweet</a> hat er sich für immer von den kaputten Microblogging Dienst verabschiedet. Nur noch identi.ca wolle er in Zukunft nutzen. So schrieb er seinen Followern. Nur ein paar Wochen war <a href="http://twitter.com/CemB">er</a> wieder da. Weg von dem perfekten, hin zum beliebten. Wenn Adenauer noch twittern könnte würde er darauf folgendes antworten? @CemB, was hindert uns daran klüger zu werden?</p>
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		<title>Mein erster Twittersong</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 10:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[display_podcast]
Oh Janine Oh Janine your my twitter queen! Dank Roddi gibt es den ersten Twittersong für mich! Freunde mögen meine Präferenz für Rockstars kennen  . Also habe ich vor einigen Tagen bei Twitter dazu aufgerufen, mir einen Song zu schreiben. Einige Anwärter haben sich gemeldet, einige haben gefragt, was sie davon haben (nichts) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-67" title="Twitter Bild" src="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2008/11/Twitter-Bild2-300x184.jpg" alt="Twitter Bild" width="300" height="184" />[display_podcast]</p>
<p>Oh Janine Oh Janine your my twitter queen! Dank <a href="http://twitter.com/roddi">Roddi</a> gibt es den ersten Twittersong für mich! Freunde mögen meine Präferenz für Rockstars kennen <img src='http://www.mediengeschwister.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Also habe ich vor einigen Tagen bei Twitter dazu <a href="http://twitter.com/Janine1974/status/1011076509">aufgerufen</a>, mir einen Song zu schreiben. Einige Anwärter haben sich gemeldet, einige haben gefragt, was sie davon haben (nichts) und sind dann abgesprungen. Aber nicht so Roddi. Er hat mir ein Lied geschrieben und ein sehr schönes und lustiges noch dazu. Ich bin begeistert. Freue mich riesig!!!!!! Vielen dank Roddi!!!!! Und ich harre dem Tag, an dem ich das Lied zum ersten Mal im Radio höre und sagen kann: Das Lied hat er nur für mich geschrieben!</p>
<p>Hier Roddis Profil und zum mitsingen einige Textausschnitte:</p>
<p><img src="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2008/11/bild-1.png" alt="" /></p>
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		<title>Rückreise &#8211; Die Vergangenheit holt einen immer ein</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 18:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Rückfahrt. Die Idee mit dem Mutter/Kind Abteil hat sich schneller rumgesprochen als mir lieb ist. Ich weiche getrieben vom Hunger auf das Zugrestaurant aus. Sitze. Studiere die Karte, entscheide mich für eine Ofenkartoffel zum völlig überhöhten Preis von 8.95 Euro. Und möchte bestellen. Kommt keiner. Zwei Frauen mittleren Alters in Zuguniform im angeregten Gespräch. Beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-77" title="zuggleise" src="http://www.mediengeschwister.de/wp-content/uploads/2008/11/zuggleise-300x201.jpg" alt="zuggleise" width="300" height="201" />Rückfahrt. Die Idee mit dem Mutter/Kind Abteil hat sich schneller rumgesprochen als mir lieb ist. Ich weiche getrieben vom Hunger auf das Zugrestaurant aus. Sitze. Studiere die Karte, entscheide mich für eine Ofenkartoffel zum völlig überhöhten Preis von 8.95 Euro. Und möchte bestellen. Kommt keiner. Zwei Frauen mittleren Alters in Zuguniform im angeregten Gespräch. Beide scheinen nicht gewillt, dieses zu unterbrechen und sich in Richtung Gäste zu bewegen. Blickkontakt unmöglich. </strong><span id="more-21"></span></p>
<p>Nach geschlagenen 15 Minuten gehe ich zu Ihnen und Frage mit einem Hauch von Ironie, wie denn das hier mit der bestellen wohl so läuft? Die Dame patzt mich an. Ja wie in jedem normalen Restaurant. Ach, sage ich. 15 Minuten Wartezeit kenne ich nicht wirklich aus einem normalen Restaurant. Ja sie müsste ja erst mal alles fertig machen. Was? Die einzige die sie gerade mit ihrer offensichtlichen Serviceignoranz fertigmacht macht bin ich. Einige Minuten später steht sie dann an meinem Tisch. Und ich kann bestellen. Inzwischen füllt sich das Restaurant. Zwei Tische weiter setzt sich ein gutaussehender Typ. Ich überlege kurz was wohl leckerer wird. Das Essen oder der Typ? Dann kommt die Kartoffel. Ist okay. Ich esse. Konzentriert. Und werde auch prompt unterbrochen. Die Fahrkarten bitte. Hallo? Man stelle sich vor in einem normalen Restaurant würde jemand kommen und nach einer Fahrkarte fragen. Ist mir auch noch nie passiert. Nach dem Essen stolpere ich in Richtung Wagen 34. Falle dabei dem Typen fast noch auf den Tisch. Unsere Blicke treffen sich und ich merke, das ich auf der Rückreise bin. Den Typen kenne ich. 10 Jahre her. Bacardi Bootsparty in Hamburg. Seine Zunge war in meinem Mund. Ich muss weiter. Wagen 34 schnell.</p>
<p>Finde meinen Platz. Vier Jungs. Ca. 18/19. Nicht mein Beuteschema. Nötigen den einen aufzustehen. Damit bin ich mit Sicherheit raus. Vier Laptops auf dem Tisch. Der Typ neben mir guckt einen Film. Mit Kopfhörer. Ich schiele rüber. Mir wird schlecht. Nackte Menschen, die sich offensichtlich auf erwachsene Art amüsieren. Hm. Interessante Menschen die man so trifft auf Reisen.</p>
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		<title>Die DB, ein Leichenfund und das Mutter/Kind Abteil</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 09:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Leichenfund]]></category>
		<category><![CDATA[Verzögerung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Guten Morgen, aufgrund eines Leichenfundes verzögert sich unsere Ankunft in Hannover um zirka 20 Minuten“ so die Ansage des Zugbegleiters heute morgen. Ich sitze im Zug. Von Bielefeld nach Berlin Ostbahnhof. In 2:44 Uhr planmäßig zu erreichen. Wären da nicht Leichen, die sich außerplanmäßig auffinden ließen, Schafherden, die sich todesmutig in Tunneln verstecken, Wagenstandsänderungen, Gleiswartungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Guten Morgen, aufgrund eines Leichenfundes verzögert sich unsere Ankunft in Hannover um zirka 20 Minuten“ so die Ansage des Zugbegleiters heute morgen. Ich sitze im Zug. Von Bielefeld nach Berlin Ostbahnhof. In 2:44 Uhr planmäßig zu erreichen. </strong>Wären da nicht Leichen, die sich außerplanmäßig auffinden ließen, Schafherden, die sich todesmutig in Tunneln verstecken, Wagenstandsänderungen, Gleiswartungen, Umbauarbeiten am Gleis etc. wären. Die Liste ist lang. Besondere Erwähnung gilt den Personenschäden. Von denen ich vermute, es sind Fahrgäste, die mit ihren Nerven am Ende sind und keinen anderen Ausweg mehr wissen. <span id="more-20"></span></p>
<p>In einem dieser Züge der beliebten Deutschen Bahn sitze ich nun also. Und komme aufgrund eines Leichenfundes wieder nicht rechtzeitig zu meinem Termin. Ich sitze im Mutter/Kind Abteil. Unrechtmäßig, denn ich habe keine Kinder und bin daher folgerichtig auch keine Mutter. Diese Abteile sind ein echter Geheimtipp. Hier sitzt man weitest gehend ungestört, es gibt einen Tisch und Strom und für den Fall dass man sich Körperlich ertüchtigen möchte auch noch eine Art Klettergerüst. Und, was am wichtigsten ist, wenn man mit einem von der Öffentlichkeit genutzten Verkehrsmittel reist, es gibt eine Tür zum schließen. Eine Trenntür zum Volk sozusagen. </p>
<p>Mit dem Volk der Bahnreisenden ist es ein wenig so wie mit Katzen. Je mehr man sich von ihnen distanzieren möchte, um so mehr suchen sie nach Nähe. Sitze ich in einem normalen Großraumabteil dauert es nur wenige Minuten bis sich jemand neben mich setzt. Egal ob der Zug voll ist, oder leer, oder halbleer. Egal ob vor mir ganze Reihen frei sind oder nicht. Der Platz neben mir scheint ein von Bahnreisenden aller Klassen bevorzugter zu sein. So saß ich neben Rentnern und Rentnerinnen, Auswanderern und Einwanderern, blonden Männern und dunkelhaarigen Bartträgern, Physikerinnen und Landwirten, Autoren und Sängern (letzteres leider viel zu selten), Hausfrauen, Arbeitslosen, Direktoren und Managern. Im Grunde sind solche Zugfahrten eine Art Bildungsreise durch unterschiedliche Berufsgruppen, soziale Schichten und Migrationshintergründe. </p>
<p>Eins haben alle Schichten gemeinsam. Sie geben jede Menge Informationen an mich weiter. Ungefragt. Und leider auch unbremsbar. So weiß ich jetzt wer bestimmt Physikalische Gesetze entdeckt hat (der Mann saß neben mir) wer kurz vor dem Durchbruch in der Musikindustrie steht (der Mann saß auch neben mir), wie man Hartz 4 Anträge ausfüllt und möglichst wenig nachfragen vom zuständigen Personaldienstler bekommt (die Frau saß neben mir), dass mit Gin gurgeln vor einem Vorstellungsgespräch die sichere Absage zur Folge hat (gleiche Frau, saß neben mir), ein 400 Euro Job super die Schwarzarbeit von eigentlich 1.500 Euro verdeckt (die gleiche Frau saß lange neben mir) und richtig Arbeiten sich ja heute eh nicht mehr lohnt (die gleiche Frau saß zu lange neben mir). Die Informationen werden aber nicht nur verbal ungefragt an mich weiter gegeben. Auch meine Geruchssinne werden angesprochen. Ich kenne alle Parfüms, die sich in Drogeriemärkten unter der 10 Euro Grenze erwerben lassen. Ich habe gelernt wie es riecht, wenn man sich gefühlte drei Wochen nicht wäscht. Ich roch den Geruch von vorher gegessenem Döner. </p>
<p>Bis ich die Mutter/Kind Abteile für mich entdeckte. Hier sitze ich alleine. Die Tür ist zu, die Fenster sind relativ blickdicht. Mütter mit Kindern habe ich hier noch nie entdeckt. Genauso wenig wie Rentner, angehende Popstars und Hartz 4 Empfängerinnen. Ruhe. Zum Arbeiten und zum lauschen der nächsten Ansage des Bordpersonals. Nach dem außerplanmäßigen Leichenfundes gibt es jetzt, knapp drei Minuten folgende Information: “Meine Damen und Herren, Wir können Ihnen eine freudige Mitteilung machen. Der Anschlusszug nach Leipzig wird in Hannover noch erreicht.“ </p>
<p>Die Leiche wird das wohl nicht mehr freuen. Aber gut. </p>
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		<title>Münchner Medientage &#8211; Bei (Un)Zufriedenheit Geld zurück</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 10:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus-Romatikerin]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medientage München]]></category>
		<category><![CDATA[Pressekodex]]></category>
		<category><![CDATA[Romantikerin]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich speiste ich in meinem Lieblingsrestaurant, dem Henssler und Henssler in Hamburg und war mit der Qualität des Essens sehr zufrieden. Ich bezahlte und ging glückselig nach Hause. Man stelle sich vor, ich wäre aufgestanden, und hätte mein Geld wegen Zufriedenheit zurück gefordert. So möchten es die Münchner Medientage. 
Bei den diesjährigen Medientagen-München, die vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neulich speiste ich in meinem Lieblingsrestaurant, dem <a href="http://www.hensslerhenssler.de/start.html">Henssler und Henssler</a> in Hamburg und war mit der Qualität des Essens sehr zufrieden. Ich bezahlte und ging glückselig nach Hause. Man stelle sich vor, ich wäre aufgestanden, und hätte mein Geld wegen Zufriedenheit zurück gefordert. So möchten es die <a href="http://www.medientage-muenchen.de/">Münchner Medientage</a>. <span id="more-16"></span></strong></p>
<p>Bei den diesjährigen Medientagen-München, die vom 29. bis zum 31- Oktober in der bayrischen Landeshauptstadt stattfinden, geht es um das Thema &#8220;Werbewelt im Wandel&#8221;. Ein durchaus interessantes Thema. Dachte ich. Und hatte vor darüber bei LYCOS.de zu berichten. Zumal wir auch noch mit <a href="http://www.medientage.de/kongress/referenten/referentendetail.html?referent=389">Oliver Wagner</a> und <a href="http://www.medientage.de/kongress/referenten/referentendetail.html?referent=401">Thomas Dominikowski </a> zwei Refernten stellen. Also habe ich mich mit meinem Journalisten Ausweis vom DJV   bei <a href="http://www.medientage.de/presse/akkreditierung.html">dieser Veranstaltung akkreditieren </a>wollen. Große Begeisterung schlug mir am Telefon entgegen. Gerne, sie würden sich freuen. Hieß es. Also füllte ich fleißig den dazugehörigen Antrag aus und wartete auf eine Bestätigung. Die kam auch prompt per Post. Man teilte mir mit, meiner Akredditierung könnte nicht stattgegeben werden. Gerne könnte ich ein Ticket kaufen um die Veranstaltung zu besuchen. Das war der Punkt wo der Titel meiner Tage feststand: &#8220;Stimmungswelt im Wandel&#8221;. Als Freundin des Dialoges rief ich dann bei der Dame des Pressezentrums, Katy Freitag, an. Und bekam ein großzügiges Angebot: Ich soll erstmal bezahlen, und wenn ich dann darüber (am liebsten positiv) berichte, dann bekomme ich mein Geld zurück. </p>
<p>&#8220;Werbewelt im Wandel&#8221;. Wir erinnern uns. Der Titel der diesjährigen Medientage. Hieß eine beliebte Marketingbotschaft früher: bei Unzufriedenheit Geld zurück, heißt es nach dem Wandel in der Welt der Medientage-München: bei Zufriedenheit Geld zurück. Sollte sich die Welt im Sinne des Veranstalters wandeln, müsste ich also in Zukunft in meinem Lieblingsrestaurant vor Erhalt der Leistung bezahlen, und wenn das Essen mir besonders gut schmeckt, bekomme ich mein Geld zurück. Als wirtschaftlich denkender Mensch, der zumindest Vater Henssler auf jeden Fall ist, würde er seinen Sohn also anhalten, möglichst schlecht zu kochen, damit er sein Geld behalten darf. Leider würde dass aber nur kurzfristig Sinn machen, dann ich würde das Restaurant ja nie wieder betreten. Hm. Zumindest dieser Wandel macht also keinen Sinn. </p>
<p>Wohin kommt man also, wenn ein Veranstalter einen Journalisten vorab bezahlen lässt, und dann den Bericht abnimmt, um das Geld zurück zu zahlen? Mit Journalismus und redaktioneller Freiheit hat das nichts mehr zu tun. Wer sich auf so etwas einlässt, hat meiner Meinung nach den Pressekodex nicht verstanden. Ich bin, wie viele wissen, eine Journalismus Romantikerin. Diese Weltansicht wird sich zumindest bei mir nicht wandeln. </p>
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		<title>Die Sache mit dem Älter werden und mein Pseudonym im Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 15:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Pseudonym]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Pseudonymen im Internet ist es so eine Sache. Kreativ sollen sie sein, sympathisch, lustig, je nach Einsatzort auch noch sexy, oder phantasieanregend. Manchmal hingegen auch ernst und seriös. Oder Themenspezifisch Rock´n Roll und besonders cool. Von Kuschelmaus bis Blondes Luder, von Einsteins Enkel bis hin zu Mister 22 cm, in der aktuellen Traumpartnerstudie von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Pseudonymen im Internet ist es so eine Sache. Kreativ sollen sie sein, sympathisch, lustig, je nach Einsatzort auch noch sexy, oder phantasieanregend. Manchmal hingegen auch ernst und seriös.</strong> Oder Themenspezifisch Rock´n Roll und besonders cool. Von Kuschelmaus bis Blondes Luder, von Einsteins Enkel bis hin zu Mister 22 cm, in der aktuellen <a href="http://www.traumpartnerstudie2008.de/">Traumpartnerstudie</a> von Lycos wurden 14.000 Singles nach ihrem Lieblingsnutzernamen im Netz gefragt. <span id="more-15"></span></p>
<p>Die Findung meines eigenen Nutzernamens &#8211; zum Beispiel bei <a href="http://www.twitter.com/janine1984">Twitter </a> oder bei <a href="http://www.last.fm">Last.fm</a> &#8211; ist von dererlei interessanter Erkenntnisse nicht beeinflusst worden. Er beruht auf die minimalen Essenz meiner selbst. Meinem Vornamen in Kombination mit meinem Geburtsjahrgang. Schlicht, puristisch, glaubwürdig. Zugegeben nicht kreativ und leider nur in einem Teil interpretierbar. Dem Vorderen. Janine. Der zweite Teil, ist der hart fact Teil. 1974. Eindeutig eine Jahreszahl und Stand heute 34 Jahre her (genauergesagt noch 33 und eine dreistellige Zahl an Tagen). Nichts zu deuten, nichts zu hoffen, nichts zu phantasieren. </p>
<p>Gestern traf ich auf dem <a href="http://www.eco.de/veranstaltungen/kongress2008.htm">Eco Kongress</a> einen jungen, ambitionierten und durchaus gutaussehenden Gründer eines Start ups. Nebenberuf Surflehrer, braun gebrand und ohne hier ins Schwärmen zu kommen &#8211; durchaus lecker. Wir  standen gemeinsam in der Sonne, tranken Orangensaft. lachten, tauschten Visitenkarten aus, unterhielten uns über dies und das. Und kamen auf Twitter zu sprechen. Ich fragte ihn nach seinem Nutzernamen. Er sagte Surfpunk1977. Und du? Ich? Kriegte einen Schock, wünschte in dem O-Saft wäre Campari gewesen. Janine1974. </p>
<p>Ich werde in Würde altern. Aber das erst später. Ab heute erst mal ein neuer Nickname. Fast so wie der alte. Nur jetzt auch noch mit einem Hauch Keativität. <a href="http://twitter.com/Janine1984">Janine1984</a>. </p>
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		<title>Haben Sie eine Kundenkarte &#8211; sammeln Sie auch Punkte?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 14:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Hilton]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Kundenkarte]]></category>

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		<description><![CDATA[Sammeln Sie auch Payback Punkte? Haben Sie die Budni Karte? Soll ich von der Douglas Karte auch abbuchen? Ihre Bahnkarte bitte? Super, noch ein Kaffeepunkt und schon bekommen Sie den nächsten umsonst!  Sie müssen nur 800 Kilometer fahren und immer bei Shell tanken, dann lohnt sich die Mitgliedschaft im ADAC. So und so ähnlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sammeln Sie auch Payback Punkte? Haben Sie die Budni Karte? Soll ich von der Douglas Karte auch abbuchen? Ihre Bahnkarte bitte? Super, noch ein Kaffeepunkt und schon bekommen Sie den nächsten umsonst! </strong> Sie müssen nur 800 Kilometer fahren und immer bei Shell tanken, dann lohnt sich die Mitgliedschaft im ADAC. So und so ähnlich werde ich jeden Tag ungefragt von Kassiererinnen nach meiner Kundenkarte gefragt&#8230;<span id="more-14"></span></p>
<p>Meist reagiere ich dann sehr verärgert mit einem klaren &#8220;Nein&#8221;. Früher habe ich auch mal investigativ nachgefragt, wie viel ich denn kaufen müsste, damit die Karte sich rechnet? Wie viel Rabatt dass denn in Prozenten wäre? Oder was denn mit meinen Daten genau gemacht wird? Aber das ist mir inzwischen zu langweilig. Ich möchte nämlich eigentlich gar nicht auf Fragen antworten, sondern einfach nur bezahlen. Ich möchte mich nicht unterhalten sondern mein Geld loswerden. Ich will auch nicht sammeln sondern kaufen. </p>
<p>Ein paar Karten habe ich allerdings auch. Damit ich mich nicht so schlecht fühle, wenn ich meine Geldbörse aufmache. Damit ich auch zeigen kann, dass ich dazu gehöre. Eine dieser Besserfühlkarten ist die Hilton Honours Karte. Die mir diese Hotelgruppe unaufgefordert nach zahlreichen Aufenthalten dort zugeschickt hat &#8211; gleich in doppelter Ausführung, übrigens. Diese blaue karte schleppe ich nun immer mit mir rum und bekomme regelmäßig dazu auch noch blaue Briefe in denen steht wie viel Punkte ich schon angesammelt habe, und das ich nur noch 2. Millionen mal im Hilton meiner Wahl übernachten müsste um eine Nacht kostenlos im Hilton Seychellen übernachten zu dürfen (bei 10 Übernachtungen ist die 11 dann frei). Diese Gutfühlkarte steckt also zwischen meinen Kreditkarten. </p>
<p>Neulich habe ich dann in dieser &#8211; meiner Lieblings &#8211; Hotelgruppe übernachtet. Mit meiner Kundenkarte. Durch die die Hilton Kette im besten Fall alles über mich und meine Vorlieben wissen müsste. Das hat nicht funktioniert. Es fing schon damit an, dass sich kein Portier vor dem Hotel befand. Die Information, dass dies für mich einen großen, nahezu entscheidenden Wert hat, mit einem schweren Koffer, einem zu parkenden Auto, einer Laptoptasche und einer Handtasche hatte sich anscheinend nicht verwertbar dargestellt. Ich habe dann alles aus dem Auto getragen und kam nass geschwitzt und kurz vorm Bandscheibenvorfall an der Rezeption an. Die unfreundliche Rezeptionistin teilte mir ein Zimmer zu. Im 5. Stock (wieder Fehler in der Kartenkommunikation). Dahin habe ich dann mein ganzes Gepäck geschleppt um festzustellen, dass es sich um ein unheimlich kleines Einzelzimmer ohne Badewanne handelte. Also bin ich wieder runter, immer noch ohne Hilfe des Portiers. Habe mich beschwert und um ein Upgrate gebeten. Und promt viel mir die kleine blaue Karte ein. Ja, dachte ich, sie nützen doch bestimmt was, die Wohlfühlkarten! Die sagen, dass ich ein ehrenwerter Kunde bin und spätestens 2314 genug Punkte für die gratis Übernachtung zusammen habe! Also habe ich der unfreundlichen Frau meine Karte auf den Tisch gelegt. Und sie erwartungs- und hoffnungsvoll angeguckt. Was sie nur abfällig mit: das ist ja nur die blaue Karte quittierte. Damit kriegen sie nix. </p>
<p>Was für einen Sinn haben denn Schlechtfühlkarten? Das würde ich das Hilton in Köln gerne mal fragen. Die blaue Karte ist jetzt zerschnitten im Papierkorb. </p>
<p>Und dem Hilton zeige ich jetzt die rote Karte. </p>
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		<title>Twitter und die Liebe (zu sich selbst)</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 19:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestätigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Worum geht es eigentlich bei Twitter wirklich? Die FAZ beschäftigt sich seit einiger Zeit nahezu jeden Tag mit dem zur Zeit so angesagten Mircoblogging Tool. Twitter. Was ist das für ein Dienst, der ständig kaputt ist und bei dem es um nichts anderes geht als in 140 Zeichen zu sagen was man gerade tut: Ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Worum geht es eigentlich bei Twitter wirklich? Die <a href="http://www.faz.net">FAZ</a> beschäftigt sich seit einiger Zeit nahezu jeden Tag mit dem zur Zeit so angesagten Mircoblogging Tool. <a href="http://twitter.com">Twitter</a>. </strong>Was ist das für ein Dienst, der ständig kaputt ist und bei dem es um nichts anderes geht als in 140 Zeichen zu sagen was man gerade tut: Ist Twitter damit die neue Form vom sms? Oder ist Twitter Bloggen 3.0?  Richtet sich der US Dienst nur an Selbstdarsteller? Ist das das Ende der Privatsphäre im Netz?</p>
<p>Ist Twitter nur für Selbstdarsteller? Oder geht es eigentlich um Selbstbestätigung?<br />
<span id="more-13"></span></p>
<p>Vor fast genau drei Monaten hat mich ein Freund mit einem einfachen Trick zum Twittern gebracht: Wenn du es schaffst an einem Wochenende 20 Follower zu bekommen, dann gebe ich dir eine Flasche Champagner aus, so sagte <a href="http://www.agenturblog.de">Oliver Wagner</a>. Und ich habe es geschafft. Meine Motivation war eine ganz einfache: Ehrgeiz. </p>
<p>Nun hat Ehrgeiz immer etwas mit Selbstdarstellung zu tun:<br />
Denn seitdem teile ich meinen inzwischen über 150 Followern alle möglichen Dinge (inzwischen über 700 updates) über mein Leben mit. Meine Follower wissen, wann ich aufstehe, im Meeting bin, was ich mir zu essen koche, dass ich den Bikini in meinen Koffer packe, sie sind im Bilde über die Zusammenarbeit mit der Agentur (der <a href="http://www.twitter.com/DocGee">Agenturbesitzer</a> twittert auch) und ein bisschen wissen sie jetzt auch über mich und die Liebe. Denn hin und wieder kann man zwischen den Zeilen lesen, was in mir gerade vorgeht, ob ich für zwei koche oder alleine Fernseh gucke, gerade lache oder einsam bin. Dinge die ich über mein Leben preisgeben möchte, teile ich völlig Fremden mit, freue mich über Feedback in Form von Replies. Nehme Ratschläge an, von Leuten deren richtigen Namen ich teilweise nicht kenne. Mein reales Leben übersteht den Medienbruch ins virtuelle &#8211;  und zurück. </p>
<p>Was ich twittere wird auch von einem Teil meiner privaten Freunde gelesen. Sie kennen mich, wissen mehr als jedes Internet Pseudonym über mein Leben. Und daher können zwischen den Zeilen lesen, verknüpfen die virtuelle Twitter Welt mit meiner realen. Schreibe ich zum Beispiel nachts, dass ich Herrn H. vermisse, wissen sie genau für wen das H. steht. Sie kennen die wahren Hintergründe. Wenn ich twittere, dass ich nach Köln fahre, ruft meine Cousine an und fragt ob wir uns sehen. Eigentlich eine Reinform von &#8220;integrierten Kommunikationsmaßnahmen&#8221;. </p>
<p>Aber wer interessiert sich eigentlich für das Leben der anderen? Bei Twitter, so meine These, geht es um mehr als eigene Selbstdarstelltung. Es geht um die Bestätigung des eigenen Lebens. Der Bestätigung des Interesses. Sekundäres Ziel ist es möglichst viele Follower zu finden, die sich für das, was man schreibt, interessieren. Denn genau dieses Interesse führt zu der Bestätigung des eigenen Lebens. Es zeigt, dass was ich erlebe und am Tag mache, mitteile ist für viele Menschen spannend und aufregend und damit adaptiere ich diese Attribute automatisch auf mich. Twitter ist mehr als Selbstdarstellung Selbstbestätigung. Die Selbstdarstellung kolidiert mit der Bestätigung von außen.</p>
<p>Dabei geht es tertiär auch hier nicht nur um die reine Bestätigung, sondern auch um die Bestätigung des eigenen Selbst durch das andere Geschlecht. Das passende Foto, die richtigen Tweets zur richtigen Zeit und es ist leicht zu erkennen, dass neben der Liebe zu sich selbst auch die Liebe um anderen Geschlecht (oder auch zum gleichen Geschlecht, jeder wie er es mag) den Medienbruch zur virtuellen Twitterwelt geschafft hat. So habe ich, wahrscheinlich auf Grund meines Geschlechtes, dass sich bei Twitter noch in der Unterzahl befindet, und auf Grund meines Fotos, schon mehr Follower als manche männlichen Freunde von mir. Die meisten davon sind &#8211; Männer. </p>
<p>Ginge es bei diesem Microblogging Tool nur um reine Selbstdarstellung, dann wäre das Geschlecht nebensächlich. Oder definiert man sich in seiner Form der Selbstdarstellung doch über das andere Gender? </p>
<p>Vor einiger Zeit entwickelte sich ein öffentlicher Austausch von Tweets zwischen mir und einem meiner männlichen Follower. Alle fieberten mit, wie sich unser rein virtuell und rein verbaler Austausch über die Liebe und das Leben so entwickelt. Es gab unzählige Replies mit Rat- und Vorschlägen zur Weiterentwicklung dieser zarten Twitteromanze. Und nebenbei eine zweistellige Zahl an neuen Followern. Ginge es bei Twitter nur um die reine Selbstdarstellung, unter welcher Motivation liese sich das erklären? Interesse an zwischenmenschlichen Beziehungen überwiegt. Ob in der realen oder in der virtuellen Welt. Dieses Interesse an den Gefühlen der anderen, der Hang zur Selbstdarstellung gepaart mit dem Drang nach Bestäigung des eigenen Lebens, dass ist die Mischung, die Nutzer dazu treibt, 60 Tweets an einem Abend mitzuteilen.</p>
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		<title>Alles Leben ist Kampf gegen den Schmutz</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 18:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wie gehen wir denn jetzt weiter vor?]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebeskummer]]></category>

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		<description><![CDATA[Putzen ist eine Form von Meditation. Eine Form von Psychotherapie, Befreiungsschlag und Selbstbestätigung. Ich liebe es, Putzmittel zu kaufen. Meine Verbündeten im Kampf gegen den Dreck heißen Dr. Schnell, Sakrotan, Swiffer, Beff, Voss und Frosch. 
Heute habe ich meine Wohnung wieder geputzt. Mit jeder Menge Chemie, jeder Menge Putzzeug, dass in der Werbung angepriesen wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Putzen ist eine Form von Meditation. Eine Form von Psychotherapie, Befreiungsschlag und Selbstbestätigung. Ich liebe es, Putzmittel zu kaufen. Meine Verbündeten im Kampf gegen den Dreck heißen Dr. Schnell, Sakrotan, Swiffer, Beff, Voss und Frosch. </strong></p>
<p>Heute habe ich meine Wohnung wieder geputzt. Mit jeder Menge Chemie, jeder Menge Putzzeug, dass in der Werbung angepriesen wird. Raum für Raum sehe ich nach meinem Einsatz den Erfolg. Es glänzt und funkelt, kein Schmutz bleibt wo er war. Das Schmutzproblem wird ratz fatz beseitigt. Ich bin es los. </p>
<p>Wie wäre es wohl, wenn es auch solche einfachen Problem beseitiger für alles andere gebe? Sakrotan um die Seele nach schweren Liebeskummerattacken einfach zu desinfizieren, sämtliche Bakterien in Form von Exfreunden einfach beseitigt. <span id="more-12"></span></p>
<p>Rein und frei von allem Übel wäre sie dann, die Seele. Immer unbelastet, sähe aus wie neu. Will man das? Würde man sich selber, wenn man denn könnte, von allem alten Schmutz befreien? Um auszusehen wie neu und zu glänzen und zu funkeln? Nach jedem Staubkorn, dass in Form von Erfahrungen auf einen einregnet einfach einen Reset machen? Zurück auf Start? Ich glaube nicht. </p>
<p>Letztendlich macht mich doch gerade dieser Dreck aus. Der Schmutz der Seele mit allem was man schon erlebt hat und immer wieder erlebt. Vieles davon würde man wahrscheinlich &#8211; manchmal zumindest &#8211; kurzfristig gerne wegputzen, wenn neue Gäste vorbeikommen zum Beispiel. Damit die es schön sauber haben. Aber kommen die Gäste denn wirklich um es sauber zu haben, oder weil sie geade meine verschmutze Seele mögen? </p>
<p>Je länger ich darüber nachdenke, um so sicherer bin ich, dass ich mich verschmutzt eigentlich viel besser finde als sauber und rein&#8230; .</p>
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		<title>Ich packe meinen Koffer und ich nehme mit &#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 18:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Koffer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verreise. Häufig. Meist hat es berufliche Gründe, oft private. Reisen finde ich toll. Gepäck nicht. Ich hasse es schwer zu tragen. Ballast werfe ich per se gerne ab. Um so erstaunlicher und paradoxer sind meine Fähigkeiten zum Koffer packen. Sollte ich jemals bei einer zweitages Reise durch Poing einen Anruf bekommen und eine Einladung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich verreise. Häufig. Meist hat es berufliche Gründe, oft private. Reisen finde ich toll. Gepäck nicht. Ich hasse es schwer zu tragen. Ballast werfe ich per se gerne ab. Um so erstaunlicher und paradoxer sind meine Fähigkeiten zum Koffer packen.</strong> Sollte ich jemals bei einer zweitages Reise durch Poing einen Anruf bekommen und eine Einladung zum Deutschen Fernsehpreis erhalten &#8211; ich bin vorbereitet. Sollte ich eine Einladung zu einer Cocktailparty bekommen &#8211; alles im Koffer. Ich war in meinem Leben noch nie Joggen, seit drei Jahren habe ich außer dem Saunabereich kein Fitnessstudio mehr von Innen gesehen. Aber, sollte ich mich auf einer Dienstreise dazu entschließen, meinem Körper Sport zumuten zu wollen, kein Problem, ich habe alles dabei. <span id="more-11"></span><br />
Ich habe weder die Joggingschuhe jemals gebraucht, noch das kleine &#8211; bügelfreie (ich bin ein praktisch veranlagter Mensch) Schwarze, noch die acht paar Schuhe. Und nun stehe ich wieder vor einer Ansammlung von Klamottenbergen, die ich für fünf Tage nach Ibiza überführen möchte. Insgesammt fünf Kleider (plus ein langes), drei Bikini, zwei Röcke, acht T Shirts &#8230;<br />
Aber die Joggingschuhe, die lasse ich zuhause. </p>
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