Neustart oder frei nach „Alles was zählt“: nie war mehr Anfang

Foto
Freitag ist mein letzter Tag bei Bigpoint. Nach etwas mehr als zwei ein halb Jahren packe ich das Hundekörbchen ins Auto, gebe meinen Rechner ab, die Tiefgaragenstellplatzkarte und fahre durch das Tor nach draußen. Wenn ich mich umdrehe sehe ich ein super tolles PR Team, mit Kollegen, die zu Freunden geworden sind. Ich sehe viele Stapel an Clippings, am Ende rund 2.000 pro Monat, am Anfang waren es zwei. Was habe ich alles erlebt in der Zeit hier, nie hätte ich das so vermutet.

Damals, als das Angebot von Bigpoint kam, habe ich lange überlegt. Online Spiele? Passt das zu mir? Ich habe meinen Entschluss zuzusagen nie bereut. Die ersten Tage waren komisch. Ich saß alleine in meinem Einzelbüro, auf meinem Türschild stand PR, ich hatte keinen Verteiler, keine Vorlage für Pressemeldungen, es gab kein „Das haben wir immer so gemacht“. Etwas schüchtern hatte ich mein erstes Meeting mit Heiko, und fragte wie häufig ich ihn denn so für Interviews buchen dürfte. Wäre ihm egal. PR findet er eh nervig. So sind wir gestartet. Mit jedem Interview wurde es besser, die Anzahl der Clippings stieg ständig, ich habe mich über jeden einzelnen Bericht gefreut, auch wenn es nur zwei Zeilen auf der letzten Seite lang war.

 

Foto

Bald konnte ich meine erste Mitarbeiterin einstellen, mit Bigpoint wuchs auch die PR Abteilung. Was haben wir zusammen gelacht, gelitten, gekämpft und gefeiert. Schön war es, wirklich. Ende 2010, nach fünf Jahren beruflich durch die Gegend reisen, merkte ich, wie kaputt ich plötzlich war. Kein Urlaub, immer schlecht geschlafen, mehr auf Flughäfen als in der Firmentiefgarage eingecheckt. Ich merkte, ich muss etwas ändern. Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt mir einen Hund zu kaufen,das habe ich tatsächlich gleich am 4. Januar getan. Parallel dazu habe ich das Reisen eingeschränkt. Sogar die GDC SFO abgesagt.

Und immer häufiger kam der Gedanke sich selbstständig zu machen. Ganz von vorne anfangen. Wie früher bei Bigpoint. Dinge aufbauen, sich über die ersten Berichte freuen, den Zauber des Anfangs zu spüren. Mein eigenes Ding zu machen. Eine kleine PR Agentur mitten in der Stadt.

Und jetzt ist es soweit. Anfang September geht es los. Die Griffel & Partner Kommunikation GmbH wird dann gegründet. Ich werde in einem Büro sitzen, mit einem Türschild, diesmal mit Verteilern und Kontakten und loslegen. Ohne Team. Aber mit diesem Gefühl des Neuanfangs. Dieses Gefühl zwischen totaler Euphorie und der Angst zu scheitern. Das Ziel etwas ganz großes zu schaffen und sich über jede kleinste Stufe nach oben total zu freuen. Mit Niederlagen umgehen zu lernen. Buchhaltung, Steuerberater und Krankenversicherung in den Griff zu bekommen. Und dabei möchte ich mich sehr bei Bigpoint bedanken. Nicht nur für diese tollen Jahre, sondern auch für die Unterstützung in meine eigene Zukunft. Denn ich werde weiter durch das Tor fahren, einmal die Woche, auf dem Gästeparkplatz parken. Bigpoint wird mein Kunde sein. Ich möchte mich aber auch hier noch mal sehr bei meinem Team bedanken.

 

IMG_0194Bei Katharina, meiner ersten Mitarbeiterin. Dafür, dass sie mir immer die Meinung gesagt hat, und dafür dass sie mich immer unterstützt hat. Du bist toll. Bei Tilman, der sich so reinhängt, jeden und alles kennt und sich auch bei schwierigen Partythemen nicht abschrecken lässt. ´türlich ´türlich, sicher Dicker werden wir uns wiedersehen. Bei Matthias, der so einen unglaublich guten Humor hat, und auch als Mann meine Schuhe gut findet. Bei Kathy, die mich teilweise an den Rande der Verzweiflung gebracht hat, um dann mein Herz mit ihrem Lachen und den besten und schönsten Präsentationen aller Zeiten zu erwärmen. Bei Jytte, mit der ich so herrlich über Männer quatschen kann (iss mehr Liebes) und bei Henrike, auch wenn wir nur kurz zusammen gearbeitet haben. Du schaffst das. Michelle, schön, dass du da bist! Dali, deine emotionalen Ausbrüche werde ich vermissen, zumindest die positive, in denen du dich so herzlich freust und alles für deine Leute tust. Nils, manchmal wäre ich gerne ein russisches Model ;). Aber immer bin ich gerne deine gute Freundin. Heiko: Danke. Und auf die gemeinsame Zukunft.

Coming soon: jg@griffel-partner.com

Gerechtigkeit ist Käse

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit, ein großes Wort. Ist es gerecht das Hartz4 Empfänger nur ein paar Euro mehr bekommen? Ist es gerecht, dass eine Krankenschwester weniger verdient als ich? Ist es gerecht, dass wir hier Dinge in den Müll schmeißen, die man theoretisch noch essen könnte, während in Afrika Menschen verhungern? Ein großer Begriff.Continue Reading

Mein persönlicher Jahresrückblick

1
Jetzt fängt sie wieder an, die Zeit der Horoskope in den Zeitungen. Das große Horoskop der Liebe, Ihre Sterne im Beruf 2011, Ihr Jahreshoroskop Special Beruf und und und. Ich habe nicht nur dieses Jahr das Gefühl, dass sich die Sternen-Konstellation vielleicht auf vieles auswirkt, nicht jedoch auf Jahreshoroskope in Zeitschriften. Jedes Jahr wieder soll ich irgendwann im Frühjahr den Mann meines Lebens kennen lernen, irgendwann im Laufe des Jahres wenn Venus besonders gut steht heiraten, Beruflich ist der Monat März besonders gut und im Winter muss ich auf meine Gesundheit achten. Grund genug auf mein persönliches Jahr zurück zu schauen:Continue Reading

Twitter Spammer als PR Kampagne?

Der Microblogging Dienst Twitterwird zur Zeit, so lesen wir es in den Medien, von Spammern heimgesucht. Twitter, laut Angaben des Unternehmens von Weltweit drei Millionen Menschen genutzt, ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Die Userzahl dürfte sich hier im vierstelligen Bereich befinden.

Beliebt ist der Dienst, bei dem es darum geht, in 140 Zeichen zu schreiben, was man gerade tut, hier zu Lande vor allem bei Bloggern, Medienvertretern und (seit neustem) auch bei Politikern aller Parteien. So zählen Top Blogger wie Robert Basic, und Jonny Häusler, aber auch klassische Medien wie Heise online, der Spiegel und sogar die Lübecker Nachrichten zu den Nutzern. Die Volksparteien CDU, SPD, die Grünen und die FDP, sie alle nutzen, auch mit Blick auf den erfolgreichen US Wahlkampf von Barack Obama , Twitter zur Verkündung ihrer Botschaften. Eine Zielgruppe, die durch herkömmliche Pressearbeit selten zu erreichen ist.

Continue Reading

Mein erster Twittersong

Twitter Bild[display_podcast]

Oh Janine Oh Janine your my twitter queen! Dank Roddi gibt es den ersten Twittersong für mich! Freunde mögen meine Präferenz für Rockstars kennen :-). Also habe ich vor einigen Tagen bei Twitter dazu aufgerufen, mir einen Song zu schreiben. Einige Anwärter haben sich gemeldet, einige haben gefragt, was sie davon haben (nichts) und sind dann abgesprungen. Aber nicht so Roddi. Er hat mir ein Lied geschrieben und ein sehr schönes und lustiges noch dazu. Ich bin begeistert. Freue mich riesig!!!!!! Vielen dank Roddi!!!!! Und ich harre dem Tag, an dem ich das Lied zum ersten Mal im Radio höre und sagen kann: Das Lied hat er nur für mich geschrieben!

Hier Roddis Profil und zum mitsingen einige Textausschnitte:

Rückreise – Die Vergangenheit holt einen immer ein

zuggleiseRückfahrt. Die Idee mit dem Mutter/Kind Abteil hat sich schneller rumgesprochen als mir lieb ist. Ich weiche getrieben vom Hunger auf das Zugrestaurant aus. Sitze. Studiere die Karte, entscheide mich für eine Ofenkartoffel zum völlig überhöhten Preis von 8.95 Euro. Und möchte bestellen. Kommt keiner. Zwei Frauen mittleren Alters in Zuguniform im angeregten Gespräch. Beide scheinen nicht gewillt, dieses zu unterbrechen und sich in Richtung Gäste zu bewegen. Blickkontakt unmöglich. Continue Reading

Die DB, ein Leichenfund und das Mutter/Kind Abteil

„Guten Morgen, aufgrund eines Leichenfundes verzögert sich unsere Ankunft in Hannover um zirka 20 Minuten“ so die Ansage des Zugbegleiters heute morgen. Ich sitze im Zug. Von Bielefeld nach Berlin Ostbahnhof. In 2:44 Uhr planmäßig zu erreichen. Wären da nicht Leichen, die sich außerplanmäßig auffinden ließen, Schafherden, die sich todesmutig in Tunneln verstecken, Wagenstandsänderungen, Gleiswartungen, Umbauarbeiten am Gleis etc. wären. Die Liste ist lang. Besondere Erwähnung gilt den Personenschäden. Von denen ich vermute, es sind Fahrgäste, die mit ihren Nerven am Ende sind und keinen anderen Ausweg mehr wissen. Continue Reading

Die Sache mit dem Älter werden und mein Pseudonym im Internet

Mit Pseudonymen im Internet ist es so eine Sache. Kreativ sollen sie sein, sympathisch, lustig, je nach Einsatzort auch noch sexy, oder phantasieanregend. Manchmal hingegen auch ernst und seriös. Oder Themenspezifisch Rock´n Roll und besonders cool. Von Kuschelmaus bis Blondes Luder, von Einsteins Enkel bis hin zu Mister 22 cm, in der aktuellen Traumpartnerstudie von Lycos wurden 14.000 Singles nach ihrem Lieblingsnutzernamen im Netz gefragt. Continue Reading

Haben Sie eine Kundenkarte – sammeln Sie auch Punkte?

Sammeln Sie auch Payback Punkte? Haben Sie die Budni Karte? Soll ich von der Douglas Karte auch abbuchen? Ihre Bahnkarte bitte? Super, noch ein Kaffeepunkt und schon bekommen Sie den nächsten umsonst! Sie müssen nur 800 Kilometer fahren und immer bei Shell tanken, dann lohnt sich die Mitgliedschaft im ADAC. So und so ähnlich werde ich jeden Tag ungefragt von Kassiererinnen nach meiner Kundenkarte gefragt…Continue Reading